Kindermodelle und Teenager-Models | Modelagentur

Kindermodelle und Teenager-Models

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Symbolbild: © Lukas zinkevych/ Fotolia, letzte Aktualisierung Text: 05.04.2017, Veröffentlicht exklusiv auf Foto-Agentur.de Marcus Hanke
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Wenn es um die Suche nach geeigneten Gesichtern für Fotoshootings oder Werbeaufnahmen geht, sind heute alle Altersgruppen gefragt – vom „Best Ager“ bis zum sechsjährigen Mädchen, das für einen TV-Werbespot gesucht wird. Manche Kinder möchten von sich aus Kindermodel werden. Dem sollten die Eltern sich nicht unbedingt entgegenstemmen. Wichtig ist eine gewisse Natürlichkeit in der Ausstrahlung und die Disziplin, die dieser Job verlangt. In anderen Fällen sind die Eltern die treibende Kaft hinter dem Wunsch, ihr Kind als Kindermodel zu etablieren.

Kinder und Jugendliche als Models
Den Kindern und Jugendlichen, die als Models arbeiten, sollte die Arbeit in diesem Metier Spaß machen. Schule, Schlaf und Freizeitvergnügen dürfen trotz der anstehenden Termine nicht zu kurz kommen. Für das Wohlergehen ihres Nachwuchses, aber auch für gelegentliche Fahrdienste zu Shootings oder Castings, haben die Eltern einen Teil der Verantwortung mitzutragen. Sie organisieren meist die Termine für ihre Kinder. Außerdem unterschreiben sie die Verträge mit Modelagenturen. Somit haben die Eltern junger Models es in der Hand, dass das Kind nicht überfordert wird. Auch heute noch kommt es durchaus vor, dass übermäßig ehrgeizige Eltern ihre Kinder wegen ihres niedlichen Aussehens von einem Casting zum anderen schleppen. Solange dies auch dem Wunsch der Kinder entspricht, ist das vielleicht in Ordnung. Eltern sollten aber daran denken, dass nichts eine nie erlebte Kindheit ersetzen kann, in der Spaß und Spiel Priorität haben. Eine gute Balance zwischen Freizeitvergnügen, schulischen Pflichten und Modelterminen sollte von den Eltern der Minderjährigen auf jeden Fall angestrebt werden.

Vorab muss gesagt werden, dass Babys und Kleinstkinder nicht als Kindermodels geeignet sind. Sie können nicht für sich selbst entscheiden und unterliegen zudem strengstem Schutz. Gesucht werden vor allem selbstbewusste und pfiffige Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche bis 18 Jahren. Besonders begehrt sind derzeit die Altersgruppen zwischen zehn und dreizehn Jahren. Gutes Aussehen schadet in einem Modeljob bekanntlich nichts. Viel wichtiger aber sind ein schnelles Auffassungsvermögen, Flexibilität im Auftreten, eine Neigung zur Disziplin und eine eigene Persönlichkeit. Duckmäuser, ausgewachsene Rabauken und allzu schüchterne Naturen sind nur schwer als Model vorstellbar. Natürlichkeit, Freude am Modeln, Selbstbewusstsein und Charme kommen bei den Auftraggebern gut an. Darüber hinaus sind für Kataloghersteller und Modemacher auch bestimmte Körpermaße oder Kleidergrößen wichtig. In der TV-Werbung kommt es hingegen auf ganz andere Eigenschaften an. Die Eltern sollten den Kindern vorab sagen, was auf sie zukommt. Die großen Jobs der wichtigsten Modehäuser stehen naturgemäß nicht für alle Kindermodels zur Wahl. Dafür warten aber viele andere Modelaufgaben auf geeignete Kinder und Jugendliche.

Charakter, Charme und Individualität punkten
Kindermodels müssen meist keinen gängigen Schönheitsidealen oder Körpermaßen unterliegen. Einige Ausnahmen im Modebereich bestätigen diese Regel. Die Modelagenturen für Kinder suchen bevorzugt Kids, die das gewisse Extra haben und Spaß am Modeln zeigen. Ein freches Lausbubengrinsen, ein lustiges Sommersprossengesicht, ein bebrillter Rotschopf mit Zahnlücke oder eine charmante kleine Lady mit Blondhaar und Grübchen sind gefragt. Außerdem dürfen Kindermodels heute aus allen Teilen der Welt stammen. Sie dürfen brave Zöpfe oder Rastafrisuren tragen, übergewichtig oder groß gewachsen sein – kurzum: sie müssen Charakter haben und idealerweise eine Lücke im Portfolio der Agentur füllen. Denn aus ehemaligen Kindermodels werden allzu schnell Leute – und dann fehlen den Agenturen bestimmte Typen. Darüber hinaus warten viele Auftraggeber auf geeignete Kindermodels, die in TV-Werbespots, Magazin-Anzeigen, Film- und Fernsehproduktionen oder Modekatalogen eine gute Figur machen.

Wichtig ist, dass die Eltern ihr Kind bei einer seriösen Modelagentur anmelden. Bei einem Casting erkennt man nicht unbedingt, ob es um eine seriöse Kindermodel-Agentur geht. Castings sind oft Massenveranstaltungen. Bei diesen stehen häufig eher dubiose Anbieter hinter den Zeitungsanzeigen, mit denen diese beworben werden. Oftmals wird das Kind anschließend durch falsche Versprechungen dazu überredet, zunächst einen Modelkurs zu absolvieren oder ein teures Probeshooting für eine Sedcard zu buchen. Zu Auftragsvergaben kommt es trotz aller Versprechungen meist nicht. Seriöse Modelagenturen vermitteln Kindermodels unter Einhaltung aller Gesetze an seriöse Auftraggeber.

Geltende Gesetze verlangen Beachtung
Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren unterliegen besonderem Schutz. Als Minimum sollen sie durch das Kinder- und Jugendschutzgesetz vor Missbrauch und Kinderarbeit bewahrt werden. Diese Gesetzestexte legen eindeutig und in ausführlicher Länge dar, was erlaubt ist und was nicht. Als Kinder gelten im Sinne des Jugendschutzgesetzes alle jungen Menschen unter fünfzehn, als Jugendliche alle jungen Menschen unter achtzehn Jahren.

An sich ist in Deutschland die Beschäftigung von Kindern durch einen Arbeitgeber streng verboten. Das betrifft alles, was wir allgemeinhin als Kinderarbeit definieren würden. Die Zeiten, in denen Ausnahmen gelten, werden strikt reglementiert. Für solche Ausnahmen müssen die Erziehungsberechtigten aber Anträge auf eine Beschäftigung – beispielsweise eine Theateraufführung oder eine Werbe-Aufnahme – gestellt werden. Die Erziehungsberechtigten müssen schriftlich ihr Einverständnis zu der Tätigkeit erklären. Außerdem gilt, dass Kinder über sechs Jahre nur maximal drei Stunden täglich bei einem Model-Auftrag tätig sein dürfen – und das nur in der Kernzeit zwischen 8 bis 22 Uhr. Bewilligt werden solche Ausnahmen nur unter strengen Auflagen, die dem Schutz der Minderjährigen dienen. Das Jugendschutzgesetz regelt die ausnahmsweise Beschäftigung von Kindern im ersten und zweiten Abschnitt des Jugendschutzgesetzes.

Für die Beschäftigung Jugendlicher gelten ähnlich konkrete Regeln. Diese werden im dritten Abschnitt de Jugendschutzgesetzes genauer definiert. In der Folge werden auch die Arbeitgeber bzw. Modelagenturen und Auftraggeber von Kindermodels vom Gesetzgeber in die Pflicht genommen. Es liegt uns am Herzen, dass alle Eltern junger Models sich intensiv mit der Gesetzeslage auseinandersetzen. So kommt es bezüglich der Verdienstmöglichkeiten, gesetzlicher Vorschriften und der maximal möglichen Einsatzzeiten von Kindermodels nicht zu falschen Vorstellungen.

Wie findet man seriöse Kindermodel-Agenturen?
Immer wieder finden sich Anfragen von Müttern in Internetforen, wie man an eine seriöse Modelagentur kommen kann. So achten seriöse Agenturen darauf, dass die Eltern des Kindermodels bei allen Aufnahmen dabei sein können. Ist das nicht der Fall, spricht alles für eine unseriöse Agentur. Auch bei seriösen Agenturen können Termine einmal ausfallen oder sehr kurzfristig angesetzt werden. Daran misst sich allerdings nicht, ob Eltern es mit einer seriösen oder unseriösen Modelagentur zu tun haben. Für eine unseriöse Agentur sprechen eher wilde Versprechungen über hohe Honorare oder Beziegungen zu berühmten Auftraggebern. Wenn die Eltern nicht mit darüber entscheiden dürfen, für welche Art von Aufträgen ihr Kind zur Verfügung steht, ist von einer Aufnahme in die Kindermodel-Agentur eher abzuraten.

Am besten suchen die interessierten Eltern zunächst das persönliche Gespräch mit der Agenturleitung. Einigermaßen professionelle Fotos gehören zu einer Bewerbung bei einer seriösen Kindermodel-Agentur. Dabei geht es nicht um ein „Posing“, wie erwachsene Models es auf dem Laufsteg oder bei hochkarätigen Modeshootings an den Tag legen. Je natürlicher das Kind auf den Bildern auftritt, desto besser. Die Kindermodelagentur wird selbst ein professionelles Shooting für die Sedcard veranlassen, wenn der Kandidat gefällt. Gebühren für die Aufnahme in die Kartei fallen bei vielen seriösen Agenturen nicht an.

Die Sedcard enthält neben den Fotos auch alle relevanten Daten des Kindes oder Jugendlichen. Mit der Sedcard werden den potenziellen Auftraggebern geeignete Kandidaten für einen anstehenden Auftrag angeboten. Wichtig ist, dass alle Verträge mit einer seriösen Agentur einen Vertragsauflösung zu jeder beliebigen Zeit erlauben. Die Verdienstmöglichkeiten von Kindermodels können je Shooting bei 100-200 Euro aber auch deutlich darüber liegen. Davon erhält die Kindermodel-Agentur ungefähr 20  Prozent als Provision. Mehr als fünf oder sieben Einsätze im Jahr sind bei Kindern und Jugendlichen eher unüblich. Vorwiegend arbeiten Kindermodels in der Nähe ihrer Wohnorte. Ob Fahrt- oder Übernachtungskosten anfallen und wer diese bezahlt, sollte möglichst schon vorab geklärt werden. Die Foto-Agentur.de Marcus Hanke, bzw. der entsprechende Auftraggeber, übernimmt diese in der Regel übrigens.

Welche bekannten Kindermodelle gibt und gab es in der Vergangenheit?
Wer nach berühmten Namen von Kinder- und Jugendmodels recherchiert, stößt auf die Töchter von „Rolling Stones“-Mitglied Keith Richards, von Rod Stewart oder Liam Gallagher, Ex-Sänger von „Oasis“. Schauspieler Eddie Redmayne ist genauso zu entdecken wie Taylor Swift, Jennifer Lawrence, Kirsten Dunst, Jennifer Connelly oder Lindsay Lohan. Klein angefangen hat auch der deutsche Schauspieler Jürgen Vogel, dessen unverkennbares Gesicht heute eher nicht vermuten ließe, dass er einmal ein erfolgreiches Kindermodel war. Zurzeit sind die Kinder von Jude Law, David Hasselhoff, Clint Eastwood, Alicia Keys, Kate Moss oder David Beckham als Models gefragt. Unzählige Eltern haben in Amerika ihre Kinder zu Werbeaufnahmen und Filmcastings geschleppt. Manche von ihnen sind tatsächlich berühmt geworden. Shirley Temple ist ein Paradebeispiel. Vielfach waren die Ambitionen der Mütter größer als die der Kinder. Daher berichtet die Presse gelegentlich auch von tragischen Figuren.

Welche Firmen suchen besonders nach Kindermodellen?
Kinder und Jugendliche führen in Mode-Katalogen oder auf dem Laufsteg Kindermode vor. Sie werden von Pharmafirmen für ein Shooting mit einer Familie eingestellt oder von Friseurketten und Magazinen als kindliche Frisurenmodels angeheuert. TV-Sender und Produktionsfirmen drehen Werbespots für Baumärkte, Gartencenter, Drogeriemärkte oder Werbefirmen, die neue Frühstücksflocken bewerben sollen. Hunderte möglicher Auftraggeber aus diversen Branchen benötigen zeitweise Kinder- und Jugendmodels.

Wie starten als Kindermodel?
Die Foto-Agentur.de Marcus Hanke empfiehlt zu Anfang ein unverbindliches Testshooting. Dort kann das Kind herausfinden, ob es am Modelling Spaß hat. Auch die Eltern wissen dann, was zukünftig auf sie zukommen könnte. Eine umfassende Beratung findet bei unseren Castings immer statt.

 

Verfasst im Auftrag von: Foto-Agentur.de Marcus Hanke


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