Interview mit der Fotografin und Grafikerin Nina Wellstein

Modelagentur Stuttgart, Fotografin Nina Wellstein

Hallo Nina! Du wirst uns in Zukunft in Kirchheim als Fotografin unterstützen. Erzähl mal, wie bist du zur Fotografie gekommen?

Ich habe das erste Mal im Studium mit der Fotografie zutun gehabt, zumindest mit der professionellen Fotografie. Davor habe ich natürlich mal mit einer kleinen Digitalkamera im Urlaub Fotos gemacht, wie jeder andere auch. Im Studium habe ich dann die digitalen Spiegelreflexkameras kennengelernt und war sehr fasziniert davon. Nach dem Studium habe ich mir von meinem ersten Gehaltscheck eine professionelle Kamera gekauft und seitdem nebenher fotografiert.

Ist das dann für dich noch ein Hobby oder dein richtiger Job?

Seit 10 Jahren eigentlich ein Hobby und erst Ende 2016 habe ich angefangen, das wirklich aktiver zu machen. Letztes Jahr kam dann die Idee auf, das eventuell auch mal beruflich zu machen, weil ich auch ein paar bezahlte Jobs bekommen habe. Seit diesem Jahr bin ich Vollzeit freiberufliche Fotografin.

Was genau hast du studiert? Fotografie?

Ich habe Audivisuelle Medien in Stuttgart studiert. Und zwar war das quasi Mediengestaltung. Wir haben dort alles gelernt, von Fotografie über Fernsehtechnik bis hin zu Audiotechnik und 3D Grafik. Man konnte sich dann spezialisieren und damals habe ich mich dann auf die 3D Grafik spezialisiert. Das ist auch das, was ich die letzten sieben Jahre hauptberuflich gemacht habe.

Was fotografierst du am liebsten, wenn du selber entscheiden kannst?

Ich versuche so frei wie möglich zu fotografieren. Damals, als ich es eher nebenher gemacht habe, waren es die typischen Dinge: Natur, Urlaub, Tiere und Blumen. Das allein hat mir schon Spaß gemacht und dann habe ich auch angefangen, die Bildbearbeitung mit dazu zu nehmen, was ich auch super spannend fand. Momentan bzw. seit 2016/2017 habe ich angefangen, Menschen zu fotografieren, also eher die Portraitfotografie. Das ist einfach das, was mir großen Spaß macht und womit ich momentan noch 100% meiner „Fotografierzeit“ verbringe. Ich hoffe auch, das ändert sich so schnell nicht.

Welche Art der Portraits fotografierst du am häufigsten? Eher in die Richtung Charakterportraits?

Bisher habe ich mich vor allem auf Beautyportraits spezialisiert. Das heißt, ich mache wirklich schöne Portraits von jemandem, nicht einfach nur einen kurzen Schnappschuss. Ich nehme mir viel Zeit für die Vorbereitung, die Fotografie selber und auch die Nachbearbeitung, sodass ich ein möglichst schönes Bild dabei rausbekomme.

Ich habe mitbekommen, dass du in den USA warst. Was hat es damit auf sich?

Ja, das stimmt. Ich habe dort die letzten 5 Jahre in Michigan verbracht, bevor ich dann wieder zurück nach Stuttgart gekommen bin. Da habe ich auch mit der Fotografie so richtig aktiv begonnen.

Also du bist nach dem Studium in die USA ausgewandert?

Ja genau, ich habe hier zweieinhalb Jahre gearbeitet, aber schnell bemerkt, dass es mich in die Ferne zieht, weil ich gerne reise und gerne neue Länder und Kulturen kennenlerne. Ich bin dann sehr schnell in die USA, habe dort einen Job gefunden und jahrelang gearbeitet.

Das ist ja super cool! Ich bewundere Leute dafür, die so einfach auswandern können, da das ja nicht so einfach ist. Bist du dort alleine gewesen oder kanntest du schon jemanden?

Nein, ich kannte dort niemanden. Ich bin komplett alleine hin und war noch nicht mal 25 Jahre alt. Das war aber genau das, was ich auch wollte. Ich wollte einen Tapetenwechsel und einfach mal schauen, ob ich sowas auch kann. Also sich ein neues Leben in einem Land aufzubauen, welches man nicht kennt. Es war aber auch ein fast einjähriger Prozess, bis ich überhaupt in die USA konnte. Da ging es dann natürlich auch um ein Arbeitsvisum und alles. Das hat recht lange gedauert und ich musste mich fragen, ob ich das wirklich will. Aber letztendlich hat es geklappt und ich bereue es nicht.

Was für einen Job hattest du dann dort?

Ich war dort als 3D Grafikerin bei einer 3D Software-Firma.

Was genau kann ich mir darunter vorstellen?

Generell habe ich Produkte visualisiert und quasi schöne Bilder und Videos von Produkten erstellt für Marketing, Websites und vor allem für die Automobilindustrie, aber auch Sportschulen, Flugzeuge… alle möglichen Produkte.

Wieso hast du dich dann nach fünf Jahren dafür entschieden, wieder zurück nach Deutschland zu kommen?

Also mein ursprüngliches Ziel war eigentlich nur ein Jahr im Ausland zu sein. Mir hat es dann aber so gut gefallen, dass aus einem Jahr dann fünf wurden. Ich habe dort auch meinen jetzigen Ehemann kennengelernt, was die Zeit dann auch nochmal verlängert hat. Ich wusste aber immer, dass ich irgendwann wieder zurück in meine Heimatstadt Stuttgart möchte.

Ist dein Ehemann mit nach Deutschland gekommen?

Genau, da hatte ich das Glück, dass er davon nicht abgeneigt war und ist nun mit mir zusammen hier in Deutschland.

Und wie bist du dann zur Foto-Agentur gekommen?

Ich habe, weil ich jetzt auch gerade erst mit meiner freiberuflichen Fotografentätigkeit anfange, nach lokalen Unternehmen gesucht, damit ich weiter Kontakte aufbauen kann und weiter Übung bekomme. Und vor allem, weil ich bei meinen Portraits bisher viel mit Models zutun hatte und es mir immer viel Spaß gemacht hat. Da dachte ich, dass ich in der Ecke weiterhin bleibe und weiterhin Portraits und Fashionfotos machen möchte. Und so bin ich auf Foto-Agentur.de gestoßen.

Hast du Ziele für die Zukunft als Fotografin?

Mein großes Ziel ist natürlich, mein eigenes Fotostudio zu haben. Wobei ich weiß, dass das noch sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen wird, bevor es so weit ist. Aber bis dahin ist eigentlich mein einziges Ziel, Spaß an der Fotografie zu haben jeden Tag weiter zu lernen.


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